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Heute kommen wieder die Forderungen nach verpflichtenden digitalen Datenerhebungen zur Pandemiebekämpfung: Nutzung der Kreditkartenabrechnungen, verpflichtende Installation von Apps, Zugriff auf die Betriebssysteme der Handys. Dazu ein paar Gedanken:

1. Bei allen Standardtools zur Datenauswertung: Die Auswertung all dieser Daten bedürfte großer Ressourcen und Zeit. Beides haben wir nicht und sind an anderer Stelle besser eingesetzt.

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2. Genaue Daten von Handys wird man nur bekommen, wenn die Leute in großer Zahl MITMACHEN. Zwangsauswertung via aufgespielter App oder Auswertung Betriebssysteme können leicht boykottiert werden: Akku raus, Einstellungen verändern, Handy liegenlassen. Zwang ist uneffektiv

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3. Wenn man möchte, dass die Menschen viele Daten teilen, sollten alle Politiker, Medien und Institutionen sofort aufhören, Ideen zum Zwangsteilen oder zur weiteren Verwendung der einmal erhobenen Daten auszubrüten und herauszuposaunen. Wir brauchen Vertrauen

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4. Maßnahmen, die personenbezogene Daten erheben und auswerten, aber gar nichts zum Ziel beitragen, sind nicht verhältnismäßig

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5. Ich misstraue allen, die jetzt „Gesundheit statt Datenschutz“ schreien. Das sind die gleichen die „Strafverfolgung statt Datenschutz“ und „Geschäftsmodelle statt Datenschutz“ schreien. Die haben wenig Ahnung, aber schlimme Ideen, auch was andere Grundrechte angeht …

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6. Digitale Lösungen zum Gesundheitsschutz, die Datenschutz durch privacy by design gleich mitdenken, sind aus Erfahrung auch die besseren Lösungen für den eigentlich Zweck. Einfach, weil mehr Gehirnschmalz drinnen steckt. Nachdenken first

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@ulrichkelber Ich wollte dem gerne zustimmen - leider habe ich dann direkt folgendes gefunden: golem.de/news/corona-krise-pal wie sollen wir Regierungen vertrauen die amerikanischen(!) Firmen die sensiblen Daten übergeben wollen?

@ulrichkelber
"Nachdenken first"

Nahh, das haben Sie falsch verstanden. "Digital first. Bedenken second" war der Spruch. Denken Sie neu! ;o)

@ulrichkelber Das sind sehr deutliche 6 Punkte, finde ich gut. Hoffe, Sie können bei dieser Linie bleiben...

@ulrichkelber Leider gibt es auch Leute die "Umweltschutz statt Datenschutz" schreien, sind aber meist andere.

Ich persönlich nehme nur mein Handy mit wenn ich vorhabe es zu nutzen, ich will keinen Zwang das Handy mitzunehmen und schon gar nicht properietäre Software installieren müssen. Achja Sie sollten dringend auf eine Instanz ohne Zeichenlimit. Schade das Mastodon seine User noch immer so gerne bevormundet.

@ulrichkelber Zu spät. Die Regierungen haben in den letzten Jahrzehnten das in sie gesetzte Vertrauen immer nur mit Füßen getreten und die Bürger deshalb ausgelacht. Es hilft auch nicht, wenn Lügner und Fähnchen ohne jegliche Konsequenz einfach weitermachen können. Siehe Scheuer, siehe Spahn, siehe CumEx...

Das Problem des mangelnden Vertrauens ist lange vorbereitet, und fliegt ihnen jetzt zum unpassenden Zeitpunkt richtig auf die Füße. Und zwar mehr als verdient.

@ulrichkelber oder man hat bspw eine Firewall auf seinem Gerät, die sowas unterbindet... Oder ein nicht-Standard Betriebssystem.
Würde am Ende aber alles heissen, das man sich über Fachwissen oder Geld dem zwang entzieht, dem andere hilflos ausgeliefert sind...

@ulrichkelber wäre Corona ein Computervirus, würde das mit dem "Tracking" vielleicht auch Sinn machen...
"Wir brauchen Vertrauen" bringt es auf den Punkt. Die Phantasie mancher Politiker macht darauf aber keine Hoffnung. Wenigstens EINE Stimme der Vernunft ist da, danke

@ulrichkelber

3. Wenn man möchte, dass die Menschen viele Daten teilen, sollten alle Politiker, Medien und Institutionen sofort aufhören, Ideen zum Zwangsteilen oder zur weiteren Verwendung der einmal erhobenen Daten auszubrüten und herauszuposaunen. Wir brauchen Vertrauen


Nicht nur nicht hinausposauenen, sondern ein Gesetz, dass die Weiterverwendung der Daten unter drakonische Strafen stellt. So dass auch Politik nicht einfach sagen kann "Na, wenn wir den Datentopf schon mal haben, dann nutzen wir ihn halt für 15 weitere Anwendungen". Das müsste durch weitere Gesetze oder durch den Bundestag und Bundesrat nochmal genehmigt werden.Datenerhebung in solchen Massen muss einfach massiv erschwert werden. Der Missbrauch ist immer noch viel zu einfach. Dagegen zu verstossen muss einfach richtig richtig weh tun!

Good to see someone like Mr @ulrichkelber take a reasoned, realistic, long term view.

@ulrichkelber Es gibt aus meiner Sicht zwei grundsätzliche Voraussetzungen, die für eine Datenerhebung momentan nicht gegeben sind:

1. Muss konkret formuliert und nachvollziehbar sein, wofür die Daten verwendet würden und wie groß der dadurch entstehende Nutzen wäre.

2. Muss glaubhaft sein, dass die Daten nicht für andere Zwecke missbraucht werden.

Solange das nicht gegeben ist, erübrigt sich imho jede weitere Diskussion.

@tauli
Ja, einen Zweck konnte ich bisher auch nicht entdecken. Die Virologen / Epidemologen sagen, es würde nicht zur Eindämmung beitragen. Damit ist der Zweck dahin. Fazit: Es geht nicht um Corona beim Tracken.

@ulrichkelber

@jedie @ulrichkelber Ich bin ja was Linus Neumann angeht sehr skeptisch und mein Browser auch ;) #fail

Wenn man deinen Link anklickt, kommt das hier:

@hoergen

Ja, da stimmt was nicht. Halte ihn aber für absolut seriös.
Legendär sein Beitrag zum PC Wahl Thema.

@jedie Da sind wir dann unterschiedlicher Meinung, was ihn betrifft. Aber zum Glück sind das ja nur Meinungen ;)
@ulrichkelber Zu der Thematik lohnt sich auch der folgende Audiobeitrag

Kekulé #13: Handy-Tracking ist Aktionismus und bringt nur Pseudosicherheit | MDR.DE
www.mdr.de/nachrichten/podcast…

Und der Wikipedia Artikel "Informierte Einwilligung" de.wikipedia.org/wiki/Informie… an der sich die Politik ein Beispiel nehmen sollte.

Pseudo ist immer eine doofe Sache. Plastikobst ist Pseudoobst. Sieht vielleicht gut aus, nutzt aber gar nichts, wenn ich Hunger habe.

@ulrichkelber
Ich bin wirklich dankbar, dass jemand mit Ihrer Meinung ihren "Posten" bekleidet!

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