Lieber Tagesspiegel, Corona-Warn- und Luca-App unterscheiden sich nicht im Datenschutzniveau, sondern in der Aufgabe: Auf der einen Seite alle Begegnungen, auch spontan, auf der anderen Seite registrierungspflichtige Orte. Zusammen, nicht gegeneinander tagesspiegel.de/gesellschaft/m

Man müsste sich ja nuhr über Datenschutz informieren, dann klappt es auch mit der Satire

4. Gerade weil mehrere konkurrierende gute Registrierung-Apps auf dem Markt sind, müssen Aufsichtsbehörden bei IT-Sicherheit und Datenschutz keinerlei Abstriche dulden. Wer den Fehler macht, mehr Daten zu sammeln als notwendig oder diese unnötig teilt, fällt mit seiner App raus.

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3. Wenn alle Gesundheitsämter endlich auf SORMAS umstellten, dann könnte die Schnittstelle so genutzt werden, dass die Registrierungsdaten bei einer Infektion schnell und ohne Übertragungsfehler(!) geliefert werden. Gut für Pandemiebekämpfung und gut für den Datenschutz.

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2. Die notwendige und jetzt wohl fest geplante Clustererkennung in der Corona-Warn-App ist keine Konkurrenz zu den entstandenen Lösungen für die Registrierung. Sie wirkt anders und an anderen Stellen. Beide Apps sollten aus vielen Gründen eigenständig bleiben.

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Zum Thema Kontaktnachverfolge-Apps zur Registrierung in Restaurants, Kulturveranstaltungen & Co vier Thesen:

1. Gut gemachte digitale Lösungen sind auch aus Datenschutzsicht besser als die Sammlung per Papier, immer. Die Daten können auch besser und schneller vom Gesundheitsamt genutzt werden, wenn notwendig. Für Offliner bleiben Listen. Sage ich seit Beginn der Krise

Es gibt jetzt so leistungsfähige, datenschutzfreundliche und kostenlose Apps für die Registrierung in Gaststätten & Co. Ich hoffe, dass möglichst viele Betreiber die Zettelwirtschaft beenden, dass bringt uns auch einer Lockerung näher.

“Algorithmen für Bewerbungen - Das Bücherregal im Hintergrund hat Einfluss darauf, ob Du den Job bekommst” netzpolitik.org/2021/algorithm Wir brauchen ein Beschäftigtendatenschutzgesetz. Das Schlimmste ist ja, dass die Ergebnisse der Software als quasi objektiv unreflektiert bleiben

WhatsApp erklärt seinen Nutzerinnen und Nutzer derzeit, was es alles nicht mit ihren Daten tun will, selbst wenn man sich das Recht dazu einräumt. Wie wäre es denn damit, mal zu sagen, was man genau mit den Daten macht?

Und: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Inhalte ist super, aber die Daten, wann man mit wem wie lange und wie oft kommuniziert etc. ist genauso spannend. Was genau macht WhatsApp damit? Wo ist die Rechtsgrundlage? Wie wird Einhaltung europäischen Rechts garantiert? (EUGH-Urteil)

“Impfquoten: Nur fünf Bundesländer melden Impfungen komplett digital” wiwo.de/politik/deutschland/im Schlaglicht auf den Stand der Digitalisierung. Heute Abend wird mit Sicherheit wieder jemand davon ablenken, in dem er oder sie dem Datenschutz die Schuld zuschiebt

Noch ein trauriges Jubiläum: BfDI kritisiert 1000 Tage ohne Anpassung von Telekommunikations- und Telemediengesetz an europäisches Recht bfdi.bund.de/DE/Infothek/Press

So, ich zahl es mal mit gleicher Münze zurück: An der Pandemie in Deutschland (und mindestens Europa) ist nur Boris Palmer schuld. Ganz allein. Beweist mir mal das Gegenteil

„Wenn Sie ein Teil der Bundesregierung sind, lege ich vorsichtshalber Widerspruch ein, egal was Sie mir gerade zugesandt haben. Diesen Text dürfen Sie ignorieren, wenn wir den Zeitpunkt der Zusendung vorher vereinbart hatten, eine echte(!) Notlage existiert, es gar nicht um Rechtssetzung ging oder Sie mehr als 24 Stunden Reaktion am Wochenende eingeräumt haben. In diesen Fällen erhalten Sie in Kürze eine manuelle eMail“

Und ja: Es nervt

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Ganz neue Herausforderungen für den Abwesenheitsassistenten unseres eMail-Systems: Wenn die Bundesregierung weiterhin an Samstagnachmittag wichtige Rechtsetzungsvorhaben ohne Vorwarnung zuschickt und bis Sonntagmittag Rückmeldung einfordert und ansonsten von „Zustimmung“ ausgeht, dann wird mein Abwesenheitsassistent in Zukunft folgenden Text bekommen:

Ein schöner Datenschutz-Witz meines jüngsten Sohnes:

Durchsage in der Mall: Der kleine "Spinnst Du, Alter? Mein Name geht Dich gar nichts an" möchte gerne von seinen Eltern im Kinderbereich abgeholt werden.

Wenn er erwachsen ist, kann er bei uns anfangen :-)

Danke für das Feedback zum überarbeiteten Flyer „Sicheres Surfen“. Eine ganze Reihe der Kritikpunkte sind berechtigt. Als Konsequenz nehmen wir den Flyer vom Netz und aus dem Vertrieb. Die Tipps werden grundlegend überarbeitet und zusätzlich schrittweise noch um verlinkte Anleitungen ergänzt

Ihr Profis hier braucht unsere Tipps natürlich nicht, für alle anderen haben wir unseren Flyer "Sicheres Surfen" aktualisiert bfdi.bund.de/SharedDocs/Publik

Verschwörung: Da sage ich heute, ich schaue keine Talkshows und dann beamt mich @tagesschau-App nach Sendungschluss genau an die Stelle bei Plasberg, wo er, ein Minister und jemand der WELT wieder faktenfrei dem Datenschutz die Schuld geben, mit längst widerlegten Stories

Heute haben meine Familie und ich unser WLAN zuhause wirklich einem Stresstest unterzogen: Vier Videokonferenzen + zwei HD-Streams + Kleinkram gleichzeitig ... alles lief flüssig weiter. Puh!

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