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Wenn Bund und Länder eine klare Zweckbindung der Daten aus den Corona-Gästelisten für Bekämpfung möglicher Infektionsketten beschlössen, gäbe es vermutlich viel weniger Falschangaben.

@ulrichkelber definitiv. Es zeigt auch, wie wichtig es war, eine dezentrale Corona-App zu entwickeln - denn ansonsten wären diese Daten garantiert auch zweckentfremdet worden.

@heluecht
Hust, hust, "... dezentrale Corona-App ..." schön und gut. Aber was ist mit dem proprietären GAEN-Framework, welches die entsprechende(n) Schnittstelle(n) für die "Tolle (Deutsche) Corona-App" bereitstellt, damit praktisch den Unterbau für den Client (die Corona-App) abbildet, und unter der Kontrolle der beiden US-Tech-Konzerne Google und Apple steht?
@ulrichkelber

@danilo @heluecht Ist ein Schwachpunkt. Apple und Google gingen allerdings ein massives Risiko für Reputation und Finanzen ein, wenn sie die Daten missbrauchen würden. Maximale Geldbuße für Apple wären hypothetisch 10 Milliarden $

@ulrichkelber
Aber das Misstrauen sitzt (bei mir) sehr, sehr tief. 😡
@heluecht

@ulrichkelber und was macht man mit der Tatsache, dass man den Gaststätten solche Daten nicht anvertrauen kann?

Es sollte eine Blackbox geben, die nur dann geöffnet werden darf, wenn der Fall der Fälle eintritt. Ansonsten sollen die Daten automatisch vernichtet werden.

@kubik Es gibt Restaurants, die können das: Die vorgedruckten Zettel werfen die Gäste in eine Urne (Briefkasten). Dieser wird am Abend geleert und die Zettel werden in einen Umschlag gesteckt und dieser wird verschlossen und mit Datum versehen. Dann kommt er auf den Stapel von 14 solchen Umschlägen, der unterste wird entfernt und im Schredder entsorgt. @ulrichkelber

@kubik Die Umschläge sind im Tresor gelagert. Alles völlig analog, einfach und sicher. Wenn ein Fall auftreten sollte, wird der Umschlag dieses Tages geöffnet und die Gäste orientiert. @ulrichkelber

@hikerus5 @kubik @ulrichkelber

In der Zeit in der ich diesen ganzen Mist lese, koche ich ein leckeres Mahl für die ganze Familie ganz ohne Restaurant.

Kostet weniger als die Hälfte an Zeit und Geld.
#cooking

@retha @hikerus5 @ulrichkelber

Das macht der Großteil auch. Manchmal möchte man sich aber mit anderen Menschen treffen und das nicht unbedingt bei jemandem Zuhause.

@ulrichkelber Was könnten solche klaren Zweckbindungen sein?

@ulrichkelber Das hat dir der Teufel gesagt! Das hat dir der Teufel gesagt! 🤬 💥

😂

@ulrichkelber gewagte Aussage bei der derzeitigen Wortwahl vieler Menschen in der Politik oder im Barbetrieb aber ist wahrscheinlich wahr.

@ulrichkelber
Wenn man die "Nachverfolgung" von "Infektionsketten" genau betrachtet, kommt man darauf, dass es sinnlos ist. Kann man genauso sein lassen, wie die App.
Das Gebot der Datensparsamkeit verpflichtet sogar dazu.

In der Tat, @ulrichkelber

Wenn doch nur jemand das schon früher hätte ahnen können. 🤔
Oder wie sieht z.B. @DeathMetalMods das? 🙄

@tetrapyloctomist Ich sehe das wie @ulrichkelber: Eine klare Zweckbindung ist wichtig, hätte mEn gesetzlich geregelt werden müssen, genauso bei der Corona App. Aber aktuell frage ich mich eher, ob es die Listen in der Gastronomie überhaupt braucht bzw ob sie verhältnismäßig sind ...

@ulrichkelber
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht. Beschließen können die viel wenn der Tag lang ist.

@ulrichkelber Ich frage mich, warum teils so ausführliche Angaben verlangt werden. Um mich zum Zweck der Information im Falle einer Infektion zu erreichen, genügt doch die Angabe von Uhrzeit und ein Kontakt (Email oder Telefon).

@ulrichkelber Interessant wäre eine Befreiung von der Abgabepflicht, wenn die Corona-Warn-App genutzt wird.

@alex Wie sähe dann die Umsetzung aus? Einmal Handy vorzeigen mit der laufenden App?

Oder muss der Wirt dann noch die Signatur der App überprüfen?

@ulrichkelber

@andre @ulrichkelber Beispielsweise. Der Wirt könnte einen QR-Code scannen etc.

@alex @ulrichkelber
#googleplaystore kommt mir nicht auf mein "freies" AndroitPhone und somit auch keine #CoronaWarnApp!
👉 Dafür diskriminiert zu werden passt ins System.
Corona geht hoffentlich vorüber, einmal abgegriffene Daten bekommt man niemals wieder.
Mit der tatsächlichen Wirksamkeit der App habe ich mich bei diesen Gegebenheiten noch nicht auseinandergesetzt.
#Abgabepflicht_Kontaktdaten

@alex @ulrichkelber Das Problem damit ist allerdings, dass man ja nicht wissen kann, ob die infizierte Person, die sich ggf im gleichen Restaurant aufhält, die App eben auch nutzt. Damit wäre dann die manuelle Kontaktverfolgung eben wieder nötig. Außerdem kratzt das haarscharf am Prinzip der Freiwilligkeit. Es soll ja eben *keine* Vorteile für Nutzer der App gegenüber Nichtnutzern geben.

@ulrichkelber
Wie heißt es doch so schön - ein gefüllter Trog lockt die Schweine an.

@ulrichkelber Zu spät. Der Drops ist gelutscht. Nach der munteren Selbstbedienung an den Gastro-Daten traut der Sache doch keiner mehr, auch nicht mit versprochener Zweckbindung.

@ulrichkelber Und wie sieht es denn eigentlich mit der Datensparsamkeit bei den Corona-Gästelisten aus? Eine direkte funktionierende Kontaktmöglichkeit (Telefon ODER E-Mail) und PLZ wg. Zuständigkeit Gesundheitsamt. Wozu Name und vollständige Anschrift? Wird für den Zweck doch eigentlich nicht benötigt!?

@ulrichkelber Ich hätte da einen Vorschlag, wie man das ganze datenschutzfreundlich digitalisieren könnte. War mir aber zu lang für einen Toot, und ich finde aufteilen auf mehrere Toots unübersichtlich, daher hier:

blog.haru-jishnu.eu/datenschut

@haru_de Unabhängig von den Problem, dass es auch Leute ohne Smartphone gibt, die gerne mal in ein Restaurant gehen: Deine Lösung setzt darauf, dass das GERÄT eines Gastes benachichtigt wird, oder habe ich das falsch verstanden? Die Behörden wissen damit nicht welche PERSON sich dahinter verbirgt. Und genau das wollen sie unbedingt wissen ;-)

@m0urs Ich habe nicht gesagt, dass ich große Hoffnungen habe, dass Behörden sich für eine derart datenschutzfreundliche Lösung einsetzen würden... Ich finde es schon überraschend, dass sie sich bei der Warn-App so sehr darum bemüht haben (abgesehen davon natürlich, dass die Apple- oder Google-Dienste voraussetzt.)

@haru_de Freiwillig haben die das ja auch bei der Corona-Warn-App nicht gemacht. Selbst die haben verstanden, dass ansonsten kein Mensch die App nutzen würde. Bei den Restaurant-Listen sieht es anders aus. Da WILL man unbedingt die Daten. Das sieht man ja, dass es bereits jede Menge Verstöße gegen den Datenschutz gegeben hat, durch Polizei und Ordnungsbehörden. Wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Und dass diese Daten scheinbar sehr interessant sind, sieht man daran, dass man bis 1000 EUR Bussgeld dafür kassiert. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Insbesondere weil nicht einmal geklärt ist, ob die ganze Listenmacherei nicht überhaupt gesetzwidrig ist. Warum muss man in diesem Land eigentlich immer öfters die Gerichte anrufen, für Dinge die unsere Regierung so anstellt.

@m0urs @haru_de äh, wie ist Deine Begründung dafür, dass es eine App-Pflicht gäbe? Und wieso kommst Du zu der Ansicht, dass sie niemand nutzen würde? Wo in dem App-Konzept siehst Du eine Schwachstelle?

@heluecht @haru_de Es ging darum, dass die App hätte niemand hätte nutzen wollen, wenn man nicht den dezentralen, anonymen Ansatz gewählt hätte. Das war seitens der Regierung zuerst anders angedacht. In diesem Fall wäre es nur durch eine App-Pflicht zu einem einigermaßen flächendeckenden Einsatz gekommen. Da es jetzt aber anders implementiert wurde, konnten sich doch zumindest einige mit der App anfreunden.

@m0urs
"..., wenn man nicht den dezentralen, anonymen Ansatz gewählt hätte. ..."
- dezentral => Ja
- anonym => Nein
Das mit der "Anonymität" ist ein Kuckucksei, eine Mogelpackung. Warum? Hier (social.anoxinon.de/@danilo/104) hab´ ich´s näher erläutert.
@heluecht @haru_de

@heluecht
Frage: Wo in dem App-Konzept siehst Du eine Schwachstelle?
Antwort: Bei der(den) Schnittstelle(n), als "Google Apple Exposure Notification (GAEN)" bezeichnet, die von den US-Tech-Konzernen Google und Apple bereitgestellt werden. Und selbstverständlich sind diese standesgemäß, wie sich das für ordentliche US-amerikanische Multi-Milliarden-Tech-Konzerne gehört, proprietärer Natur.
@m0urs @haru_de

@danilo @m0urs @haru_de nun, wenn jemand ein Android-Gerät mit Google-Apps besitzt, hat er das sowieso schon laufen. Dementsprechend kann man das nicht der App in die Schuhe schieben.

@heluecht
Selbstverständlich nicht! Und so wollte und will ich es auch nicht verstanden wissen. Im Rahmen der Loblieder, die (zurecht) auf die Deutsche Corona-App gesungen werden, sollte das proprietäre GAEN-Framework, ohne welches die Corona-App vollkommen wertlos wäre, als solches proprietäres Grundgerüst durchaus als erwähnenswert gelten. Wer aufmerksam zugehört hat und noch immer aufmerksam zuhört, wird feststellen, dass diesbezüglich kein Sterbenswörtchen verloren wird.
@m0urs @haru_de

@danilo @m0urs @haru_de Also: Zumindest unter iOS wäre es nicht möglich, ein eigenes Framework zu verwenden. UK hat das versucht - und ist aus technischen Gründen gescheitert.

@heluecht
Was uns (hoffentlich doch irgendwie vernunftbegabte) Menschen zu der Frage führen sollte: "Warum tun wir uns das an?" Gemeint ist (als treffendes Beispiel): Warum stehen wir im Apple Store an? Warum kaufen wir sündhaft überteuerte iPhones und iPads? Warum lassen wir uns (als Dankeschön womöglich) vom US-Konzern Apple unverschämte Restriktionen aufbürden, indem wir uns vorschreiben lassen müssen, wie und in welchem Umfang wir unseren sündhaft teuren Elektronik-Schrott benutzen dürfen?

MicroG hat das Exposure Notification Framework inzwischen übrigens auch umgesetzt. Das aber mal nur so am Rande bemerkt.

Für meine Gaststätten-App-Idee wäre es allerdings nicht erforderlich. Der Grund, warum es nötig war, lag ja darin, dass sonst der ID-Austausch über Bluetooth im Hintergrund nicht funktionieren würde. In dem von mir vorgeschlagenen Szenario würde der ID-Austausch aber manuell erfolgen.

@danilo @heluecht @m0urs

@haru_de Dein Vorschlag hat nur den Haken, dass nicht jeder ein Smartphone hat. Auch heute gibt es noch Menschen ohne Smartphone. Da müssten dann letztlich wieder zwei Lösungen her: digital und Papier.
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