@ulrichkelber Wird Ihr Team neben dem behördlichen Twitter-Account auch einen Account im #fediverse betreiben?

@ulrichkelber In dem Artikel hatte ich etwas von Planungen diesbezüglich gelesen.

@ulrichkelber Sehr schön, das macht mich glücklich!:)
Vielen Dank!

@ulrichkelber Genau. Offene Standards/Schnittstellen sind der beste Weg den sozialen Medien zu regulieren und sie zu bewegen sich besser zu benehmen.

@ulrichkelber
Schade, dass nur von Alternativen gesprochen wird und nicht das Word #Fediverse fällt.
Es wäre aber schön zu erfahren wie viele Nachfragen zu den mysteriösen Alternativen kommen.

Anstelle durch die beschriebene "Öffnung" den kommerziellen Standard zu befördern sollte jede Gemeinde für Ihre Bürger eine eigen Instanz im Fediverse bereitstellen.

@ulrichkelber Ich finde die Plaene grundsaetzlich gut.Was ich aber kritisch sehe ist,Whatsapp fuer andere Messenger zu oeffnen.Ich habe mich ganz bewusste gegen Whatsapp entschieden.Wenn man mich dann wieder zwingt,das indirekt zu nutzen,weil Whatsapp Nutzer mich darueber auf Matrix oder Jabber erreichen koennen,dann erhoeht das nicht den Datenschutz der anderen,sondern senkt meinen.Ich hoffe,ich werde dann wenigstens die Moeglichkeit haben,automatisch alle Whatsapp Nutzer zu blockieren.

@ulrichkelber
„zu verpflichten, sich für die Verknüpfung mit anderen Dienste zu öffnen“

Ist damit gemeint, die Plattformen sollen sich soweit öffnen, dass ein Nutzer mit einem Account alle diese Plattformen u. auch mit denselben DS-Einstellungen nutzen kann? Das würde ein Profiling enorm vereinfachen u eher kein Qualitätsmerkmal für sein. Auch würden Nutzer benachteiligt, die jeweils andere Accounts nutzen. Falls das nicht gemeint ist, was dann? Interoperable DS-Einstellungen?

@ulrichkelber Hinsichtlich , muß aber auch der Staat kritisiert werden.
Der niedersächsische Ministerpräsident Weil
blogs.taz.de/bewegung/2018/08/
und der Münchener Oberbürgermeister ( )
youtube.com/watch?v=XBRh2G29NN
sind dabei mit ihrer aus langjährigen und sehr anerkannten / Projekten auszusteigen und sich stattdessen in die Hände des Monopolisten zu begeben.
Damit werden dem sensible Bürgerdaten geopfert!
, , ,

@ulrichkelber Eine Sache, die ich immer wieder beobachte, aber nie verstanden habe: Es wird der Name eines kleinen Anbieters vermieden, weil man keine Werbung machen will. Aber die Namen der großen Anbieter werden dann ständig wiederholt. Wieso wäre das eine Werbung und das andere nicht?

@akf Weil ich von dem einem Anbieter namentlich abrate, aber eben nicht namentlich für einen Anbieter werbe

@ulrichkelber Ich meinte in diesem konkreten Fall eher Mastodon versus Twitter. Von Twitter raten Sie nicht wirklich ab.

@akf Ah, ich dachte, sie meinen WhatsApp. Nach Twitter bin ich doch explizit gefragt worden

@ulrichkelber
Sie waren dich MdB. Da haben Sie doch sicher gelernt auch die Dinge zu sagen, die Ihnen wichtig sind, ohne explizit danach gefragt zu werden.
Hmm, könnte man jetzt interpretieren als: Mastodon erwähnen war Ihnen nicht wichtig.
@akf

@ulrichkelber @akf ich finde den Umgang mit der Namensnennung bzw. nicht aktiven Nennung vom Fediverse, Mastodon oder sogar der konkreten Instanz völlig richtig.
1. Zeigt es die fehlende/oberflächliche Vorrecherche des Journalisten
2. Es gibt auch noch andere Alternativen als 'uns', die man damit unnötig brüskiert
3. Wollen wir wirklich die neuen Accounts, die nur dabei sind, weil sie dann dicht an 'Promis' ;-) sind?

Das zeigt ein Problem auf, wir brauchen bessere Journalisten ;-)

@ulrichkelber

Interoperabilität und eine zu Verpflichtung sich für die Verknüpfung mit anderen Dienste zu öffnen ist sicher keine Lösung wie man mit Facebook & Co umgehen kann.

Das würde nämlich auch heißen dass z.B. das Fediverse sich für Facebook & Co öffnen müsste und das Zuckerberg so doch noch an unsere Daten dran kommt.

Wenn es so eine Schnittstelle geben würde kann man nur jedem Instanz- Pod- oder Hubbetreiber dazu raten FacbookServer zu blocken.

Werdet ihr doch alle machen oder?

Es geht doch um die Diskussion: (Beispiel) a. bisher kann ich meinen friendica-Account <=> mit Twitter verheiraten, indem ich meinen Twitteraccount dazu nutze. Kein Twitteruser bekommt mit, dass ich eigentlich ein friendica-User bin. b. eine API erlaubt, dass ich als friendica-User ohne Twitter-Account mit anderen Twitter-User*innen plaudere. Das für und wider muss diskutiert werden.

@diritschka

"dass ich als friendica-User ohne Twitter-Account mit anderen Twitter-User*innen plaudere."

würde dazu führen, dass Twitter dich in seinem Netz miteinspannt. Deine Unterhaltungen werden also wieder Teil der Datenwirtschaft von Twitter.

Bin mir nicht sicher ob das als alternatives Modell interessant ist...

@Nachbarschaft , warum nicht? Das läuft bei eMail doch schon jahrzehnte so. Wenn ich an ein gmail-Konto schreibe, kann ich mir sicher sein, dass g die Daten auch für sich nutzt. Aber eben nur diese Daten. Nicht, wie einige hier schreiben, die ganzen Streams, die momentan zwischen den Fediverse-Instanzen hin- und hergeschickt werden.

@Nachbarschaft Kommt ja nun auf die Details an. Für wen gilt die Verpflichtung? Wie sieht die Schnittstelle aus? etc.

@ulrichkelber

Eine Schnittstelle würde ja nur dann Kommunikation erlauben wenn der Datenverkehr in beide Richtungen funktioniert.

Die Server des Fedivers tauschen ständig Daten untereinander aus. Wenn nun die FB Server mit all ihren Nutzern mit in diese Kette reinkommen, fließt am Ende mehr zu Mr. Zuckerberg, als er abgeben muss

Der vermeintlich gute Gedanke mit der Schnittstelle ist demnach ein Trugschluss und macht die Lage kein bisschen besser - im Gegenteil.

@ulrichkelber

Man müsste schon dem FB Konzern generell verbieten können mit den Daten so zu wirtschaften wie sie es tun – dann würde aber ihr Geschäftsmodell nicht mehr existieren und FB würde zu einer gemeinnützigen oder kostenpflichtigen Institution werden müssen...

Dann wäre aber immer noch die Frage ob man das Hub/Serverbetreiber im Fediverse Herrn Zuckerberg über den Weg trauen möchte.

Eher nicht...

@ulrichkelber

Eine Zerschlagung wegen marktbeherrschender Stellung wäre nötig aber ist wohl politisch schwierig...

Am Ende geht es nur mit guten Alternativen und massiver Aufklärungsarbeit, und mit dem Willen vom Bürger auch ein wenig dazuzulernen... Letzteres ist wohl das schwerste weil die Bequemlichkeit oft siegt...

Aber mit der Energiewende hat man ja auch Dinge in den Köpfen bewegt, warum sollte Ähnliches nicht auf bei der Datenwirtschaft möglich sein... dauert wohl halt...

@Nachbarschaft @ulrichkelber Ich verstehe die Kritik, aber hier unterschlägst du grade Alternativen. Da gilt nicht nur alles oder nichts. Z.B. könnte man FB verbieten, mit Daten von Externen zu handeln.

@reticuleena @ulrichkelber

Wie soll das funktionieren und wer will das kontrollieren können?? Wie soll FB den anfallenden Datenhaufen auseinander differenzieren? Wer würde dem trauen können?

Eine Alternative muss auch wirklich eine sichere funktionierende Alternative sein, und keine Mogelpackung

Die verbreitete und beliebte Forderung nach Interoperabilität ist nicht zu Ende gedacht und bringt uns nicht wirklich weiter.

@reticuleena @ulrichkelber

Lerne gerne dazu, aber aus meinem Verständnis heraus machen Schnittstellen ohne weitere gravierende Eingriffe in bestehende Praktiken, alles noch schlimmer...

Vielleicht kann mich ja hier einer vom Gegenteil überzeugen...

DANKE

@Nachbarschaft @ulrichkelber Schon richtig. Man muss das noch fertig denken. Aber deshalb muss man es doch nicht schon zu Beginn so schlecht reden, als würde sich ein zuende denken gar nicht lohnen. Bei E-Mail klappt es doch auch.

@reticuleena
Und bei E-Mails haben wir schon genau das Problem, das @Nachbarschaft anspricht: Es landen ganz, ganz viele Mails bei Google, weil dort viele Nutzer sind. Damit bekommt #Google mehr Daten Anderer, als wenn #gmail ein geschlossenes System wäre (nicht dass ich das will).
@ulrichkelber

#privacy

@kirschwipfel @Nachbarschaft @ulrichkelber Ja. Das muss auf jeden Fall noch weiter gedacht werden. Ich finds nur nicht gut, die Idee vorher schon schlecht zu reden. Einwände sind wichtig für den Dialog. Wenn sie konstruktiv sind. Das kam mir grade zu defätistisch.

@reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

OK - die Idee muss erst mal stehen und als funktionierend mit Details erklärt werden - einfach nur Interoperabilität zu fordern bringt gar nichts.

Die Idee des Fediverse ist nur dann eine gute wenn es ganz viele kleine Server gibt mit jeweils wenigen Nutzern.

Die Praxis zeigt dass selbst Netzaktivisten sich gern auf großen Servern tummeln, statt auf keinen oder gar eigenen Servern.

@reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

Ein riesen Server von FB mit Milliarden von Nutzern wäre z.B. der reinst Horror für das Fedivers und ein Blocken so eines Servers wäre ein absolutes MUSS, oder?

Die Arschkarte wandert dann also auf die Seite der Instanz/Hub Admins die sich entscheiden müssen.

@Nachbarschaft @kirschwipfel @ulrichkelber Das sehe ich anders. Am Anfang steht die Forderung nach Interoperabilität. Dann kommt die Überlegung, wie das umsetzbar ist.

@reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

Interoperabilität – aber wie ?

Zu was für einem Preis?

Ich habe es noch nicht verstanden und würde es gerne.

Interoperabilität wird in der öffentlichen Diskussion gerne als Etappenziel genannt und benutzt aber nicht in seiner Konsequenz dargelegt.

@Nachbarschaft @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber Die Einwände sind ganz klar berechtigt. Aber man muss auch sehen, dass Google und Facebook schon heute sowieso Komplettzugriff auf viel mehr als die Daten ihrer eigenen Nutzer haben. Google kontrolliert immerhin ein komplettes Smartphone-Betriebssystem auf tiefgreifenster Ebene. Die wissen potentiell alles, was irgendeine App auf so einem Smartphone tut. Und auch die FB- und WhatsApp-App verlangen sehr weitreichende Berechtigungen.

@Nachbarschaft @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber Wenn ich also Oma Erna überrede, auf ihrem Handy neben WhatsApp für die Kommunikation mit mir auch Riot zu installieren, dann ist es technisch zumindest möglich, dass diese Riot-Kommunikation auch von Google abgeschnorchelt wird. Nur wenn ich sie überrede, komplett alle Google-Dienste von ihrem Handy zu verbannen, wäre was erreicht.

@Nachbarschaft @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber Die Interoperabilität senkt die Schwelle, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, ziemlich erheblich. Gleichzeitig ist sie aber natürlich kein Ersatz zu einer sinnvollen Datenschutz-Gesetzgebung. Das muss trotzdem weiter verfolgt werden.

@attac_hl @Nachbarschaft @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

Für den Wechsel zu einem anderen Anbieter wurde das Recht auf erfunden. Das dürfte die Schwelle schon um einiges senken.
datenschutz-wiki.de/DSGVO:Art_

Die IT-Konzerne basteln bereits an einer Lösung: Data Transfer Project, Service-to-Service Portability.
datatransferproject.dev/

Die Idee an sich ist interessant. Aber man wird beobachten müssen, inwieweit gefördert oder freundlicher gemacht wird.

@reticuleena @Nachbarschaft @kirschwipfel @ulrichkelber

Vor der Überlegung, wie man Interoperabilität umsetzt, sollte man überlegen, was überhaupt interoperabel sein soll. Ich sehe nämlich weniger , sobald Nutzerdaten zwischen verschiedenen Anbietern ausgetauscht werden. Für mich sind darum auch nur Einstellungen interoperabel, keinesfalls aber die Daten selbst. Ein 1.Schritt könnte zB ein global abrufbares, einheitliches Regelwerk sein, das alle Anbieter bei sich einbinden.

@Nachbarschaft
Ich denke der Nutzen wiegt die Risiken auf. FB würde zwar mehr Daten bekommen aber auch viele Nutzer verlieren. Die zusätzlich bei FB anfallenden Daten sind entweder bereits öffentlich oder ein Nutzer hat sich explizit dazu entschieden sie mit FB zu teilen.

@reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

@Nachbarschaft @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber
Ich glaube es würde zu einem sozialen Druck auf die FB Nutzer führen da viele auf Fediverse eben keine FB Nutzer in geschlossene Konversationen einbinden werden.

@Brolf @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

"dann ist es technisch zumindest möglich, dass diese Riot-Kommunikation auch von Google abgeschnorchelt wird. "

Mit LineageOS und Riot von F-Droid wärst Du erst mal ein gutes Stück sicherer..

„Die Interoperabilität senkt die Schwelle, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, ziemlich erheblich.“

„Ich glaube es würde zu einem sozialen Druck auf die FB Nutzer führen“

stimmt von der Theorie her aber vergiss nicht...

@Brolf @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

... dass die Ressourcen von z.B. dem FB Konzernen erheblich sind um Kunden das Leben so angenehm wie möglich zu machen... wenn die nun auch noch sagen können: „schau Du kannst auch mit dem Rest der datensensiblen Welt kommunizieren, wenn DU weiterhin Deine Daten uns gibst, sollen doch z.B. die aus dem Fedivers ruhig auch noch ein bisschen Daten von sich da beisteuern“, - was bleibt da als Argument zum Wechseln übrig?

@Brolf @reticuleena @kirschwipfel @ulrichkelber

Das Argument – „nein - ich gehe - weil ihr bekommt nicht meine Daten“ gibt es schon heute.

Wenn ich aber gegangen bin möchte ich auch nicht dass FB oder irgend jemand anderes mit meinen Daten wirtschaftet ohne meine Zustimmung.

Wenn ich wiederum da möchte verliere ich auch bei Interoperabilität meine Facebookkontakte die nicht wechseln wollen, weil ich den FB Server blocken muss...

also würde das meiste beim alten bleiben :-((

@Nachbarschaft @Brolf @kirschwipfel @ulrichkelber Da bist du mir wie gesagt zu schnell und zu defätistisch. Der Einwand ist richtig, aber er entwertet das Anliegen nicht.

@reticuleena @Brolf @kirschwipfel @ulrichkelber
@attac_hl

Der Einwand entwertet das Anliegen in dem Moment wo das Anliegen als Lösung dargestellt, diskutiert und bzw. präsentiert wird. Als ein Schritt unter vielen anderen gleichzeitig bitter nötigen Maßnahmen aber gerne.

Das Eine dann aber bitte eben nicht ohne das Andere fordern/umsetzen, sonst zahlen wir am Ende doch drauf.

@ulrichkelber Sie sprechen ja offene Schnittstellen als wichtige Forderung an. Wie sieht das bei E-Mail aus? Wir haben seit Jahren den Trend, dass es schwieriger wird, eigene Mailserver zu betreiben, weil z.B. bei Google und Microsoft im Namen der Spambekämpfung viele Server blockieren, auch welche, die keinen Spam verschicken und sicherheitstechnisch up to date sind.
penguindreams.org/blog/how-goo

Ist das ein Phänomen, das die Regulierungsbehörden auf dem Schirm haben?

@ulrichkelber

"... Zudem bin ich bei einer noch datenschutzfreundlicheren Alternative zu Twitter aktiv geworden."

Gerne Mastodon auch nennen! :mastoblush:

Whatsapp oder andere Messenger kompatibel machen bzw. öffnen? Sehe ich mehr als kritisch. Meine Handynummer geht keinen etwas an und freie, offene messenger werden wohl kaum Protokolle anpassen um da mit zu machen. Falls doch wäre das Fediverse Verrat ✊

@angrytux
Woah! Du bringst mich auf Ideen... Wir wäre es mit einer Instanz, bei der man seine Telefonnummer als Accountname benutzt - dann noch eine App dafür entwickeln, die das Adressbuch nimmt und nachsieht, ob zu einer Nummer ein Account existiert (kann auch hochgeladen werden, der Server sieht eh die requests des clients). Das wäre doch die Idee, um das Fediverse massentauglich zu machen, da man sofort alle aus dem Adressbuch findet... Evtl mit Einladungsfunktion per SMS o.ä.
</sarcasm>
@ulrichkelber
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